Daniela Ivanova
Museum in Berlin Information Schließen

Modul:
Diplom

Betreuer:
Prof. Marco Zünd

Lehrgebiet:
Gebäudelehre und Entwerfen

Solitär zwischen Solitären Das Museum für die Kunst des 20. Jahrhunderts soll auf einem Ort in sehr komplexen baulichen Kontext entstehen. Die Umgebung ist von drei Solitären stark geprägt von der Neue Nationalgalerie, der Berliner Philharmonie und der St. Matthäus-Kirche. Die Aufgabe ein neues Museum von so eine Bedeutung und Dimensionen zu entwerfen, verlangt ein Gebäude mit starker Präsenz im öffentlichen Raum. Als Reaktion darauf stellt das vorgeschlagene Projekt ein weiteres Solitär dar, der sich in der Längsrichtung des Grundstücks präsent erstreckt. Das Gebäude ist nach Norden gerückt, um die St. Matthäus-Kirche nicht zu verdecken und gleichzeitig die wichtige Sichtdiagonalen von Potstdamerstraße zur Neuen Nationalgalerie zu behalten. So entsteht einen kompakten Körper, der wegen den grossen Flächenanforderungen sich unterirdisch entlang der ganzen Parzelle erstreckt. Räumliche Komposition Man betritt das Museum durch zwei Haupteingänge in Querrichtung des Museums und kommt in die Eingangshalle ein, die nicht einfach ein Atrium ist, sondern stellt die höchste Galerie des Museums dar. Sie kann vielfältig genutzt werden zum Ausstellen von sehr hohe Objekte, mehrere grossformatige Bilder wie im Yale Center for British Art von Louis Kahn oder Umwandeln in einem dunklen Medienkunstraum für Lichtinstallationen. Im Erdgeschoss befinden sich ausser die Anlieferung nur öffentliche Räume wie Shop, die Museumspädagogik im nördlichen Bereich und im Süden öffnet sich das Cafe zum Neue Nationalgalerie. Im Untergeschoss findet Platz eine grosse Veranstaltungssaal. Die Restaurierungsräume und die Wissenschaftliche Verwaltung sind durch einem vertieftem Hof belichtet. Dieser Hof markiert gleichzeitig die Mitte des darüberliegenden Platzes. Das erste und zweite Obergeschoss sind typologisch und volumetrisch identisch und beherbergen die Hauptausstellungsräume mit Raumhöheanforderungen bis 4. 5 meter. Das dritte Obergeschoss bildet das obere Abschluss des Museums und verfügt über eine Raumhöhe von 7. 5 m. Da befinden sich Sammlung Archiv Marzona, Kupferstichkabinett und die hohe Sondersammlungsräume. Dieses Geschoss kann natürlich belichtet sein. Fassade und Konstruktion Aus der Nutzung entstehen viele geschlossene Räume in den oberen Geschossen. Die Horizontalität des langgezogenen Gebäudekörpers wird durch die vertikale Gliederung der Fassade aufgebrochen. Das Entsteht durch kannelurenartige konkave Wölbungen. Diese verleihen der Fassade Plastizität und Vertikalität. In dem mittleren auskragenden Teil ist die Fassade mit vorfabrizierten Betonfertigteilen verkleidet.
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